Auslands- und

Hilfseinsätze der

Rotkreuzschwestern

Im Zeichen der Menschlichkeit: Refugees welcome

DRK-Schwesternschaften helfen Flüchtlingen

In ganz Deutschland ist das DRK mit seinen Gliederungen in der Flüchtlingshilfe aktiv. Viele DRK-Schwesternschaften helfen im Inland bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen. Die Unterstützung reicht vom Einsatz von Rotkreuzschwestern in DRK-Flüchtlingsunterkünften bis zur Unterbringung von Flüchtlingsfamilien in eigenen Einrichtungen bzw. Wohnungen. Auch in Griechenland waren und sind Rotkreuzschwestern im humanitären Einsatz und unterstützen die Arbeit des DRK im Rahmen der Flüchtlingsnothilfe.

Informieren Sie sich in Ihrer DRK-Schwesternschaft vor Ort zu Projekten in der Flüchtlingshilfe oder verschaffen Sie sich nachfolgend einen Überblick, wie sich DRK-Schwesternschaften in der Flüchtlingshilfe engagieren.

Detailinformationen zur Flüchtlingshilfe des Deutschen Roten Kreuzes sowie Spendenmöglichkeiten finden Sie hier.

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Die Rotkreuzschwestern: Weltweit aktiv für Menschlichkeit

Rotkreuzschwestern, die sich freiwillig für einen Auslandseinsatz melden, werden im Auftrag und unter dem Schutz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung (IFRK) in Krisen- und Katastrophengebieten eingesetzt.
Innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes ist der DRK-Bundesverband verantwortlich für die Koordination und die Durchführung von Hilfsprojekten im Ausland.
Die humanitäre Hilfe des DRK umfasst Projekte sowohl in akuten Notsituationen, zum Beispiel bei Naturkatastrophen, als auch in der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit.

Website der Auslandshilfe des DRK
DRK-Blog

Wer sich für einen Hilfseinsatz im Zeichen des Roten Kreuzes entscheidet, steht vor großen Herausforderungen, fachlich wie persönlich. Idealismus alleine reicht nicht, wir erwarten Fachlichkeit und Professionalität, denn wir wollen die bestmögliche Hilfe für die betroffenen Menschen.
Die fachlichen Qualifikationen der Rotkreuzschwestern richten sich nach den Anforderungen des Einsatzes. Neben Zusatzqualifikationen, wie Fremdsprachenkenntnissen, müssen alle Rotkreuzschwestern eine mehrjährige Berufspraxis nach dem Examen vorweisen. Persönlich sollten sich die Bewerberinnen durch eine hohe psychische Belastbarkeit, Teamgeist, Tatkraft, Einsatzfähigkeit sowie die Fähigkeit zu kooperativem, aber auch selbstständigem Handeln auszeichnen.

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Eine Frage der Verantwortung: Trainingsprogramm des DRK

Zur Vorbereitung auf einen Auslandseinsatz führt das Deutsche Rote Kreuz mehrtägige Lehrgänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch. Die Arbeitssprache ist Englisch. Jeder Lehrgang bereitet Sie auf die vielfältigen Anforderungen als Auslandsdelegierte des DRK vor. Der erfolgreiche Abschluss dieser Lehrgänge ist eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme an Hilfseinsätzen.
Als Rotkreuzschwester genießen Sie den Vorteil, dass wir Sie nicht nur in Ihrer Vorbereitung, sondern auch in Ihrem späteren Einsatz individuell begleiten. Auch was die Freistellung von Ihrer aktuellen beruflichen Aufgabe betrifft, sind wir an Ihrer Seite. Entscheiden Sie sich für den Einsatz für die größte und älteste humanitäre Organisation weltweit.

Bewerbung für einen Hilfseinsatz im Ausland

Entscheiden Sie sich für einen Einsatz mit der größten und ältesten humanitären Organisation weltweit, dann müssen Sie zunächst ein formelles Bewerbungsverfahren durchlaufen. Erste Ansprechpartnerin ist Ihre Oberin, denn Sie muss Ihren Einsatz befürworten. Suchen Sie das Gespräch!
Nach einem Gespräch mit Ihrer Oberin können Sie sich über die Personaldatenbank des DRK (HRnet) bewerben. Bei allen Fragen rund um den Bewerbungsprozess steht Ihnen der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. zur Seite.

Personaldatenbank des DRK
Eine kurze Beschreibung des Bewerbungsprozesses und Antworten auf häufige Fragen zur Personaldatenbank finden Sie in unserem Leitfaden zusammengefasst.

Personaldatenbank des DRK

Folgende Bewerbungsunterlagen müssen in die Personaldatenbank hochgeladen werden:

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Hospitalschiff Helgoland: Schwimmende Festung der humanitären Hilfe

Es ist jetzt 50 Jahre her, dass das Hospitalschiff Helgoland vor den südvietnamesischen Städten Saigon und Da Nang seinen Dienst aufgenommen hat, um der unter dem Vietnamkrieg leidenden Zivilbevölkerung zu helfen. Das ehemalige Bäderschiff wurde 1966 in nur sechs Monaten zum Hospitalschiff mit 150 Betten, drei Operationssälen und vier Fachabteilungen (Chirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie, Radiologie) umgebaut.

Zwischen 1966 und 1972 taten u. a. 122 Rotkreuzschwestern ihren Dienst auf dem schwimmenden Krankenhausschiff, das zum Symbol für Hoffnung und Menschlichhkeit wurde. Sie versorgten über 11.000 stationäre Fälle und behandelten weitere 200.000 Patienten ambulant. Unter ihnen war auch die ehemalige Lübecker Oberin Irma Totzki. Lesen Sie hier mehr zum Einsatz und der Motivation der damals jungen Rotkreuzschwester. Auch das DRK hat anlässlich des Jubiläums ein Sonderheft herausgegeben, das sich mit der humanitären Hilfe des Helgoland-Einsatzes beschäftigt.

Sehen Sie hier den NDR-Beitrag "Zeitreise: MS 'Helgoland' - schwimmendes Hospitalschiff", in dem ebenfalls die ehemalige Oberin Irma Totzki sowie Marlies Montanus, ehemalige Pflegedirektorin des Krankenhauses Rotes Kreuz -Geriatriezentrum- in Lübeck, über ihre Einsätze auf dem Hospitalschiff berichten.

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Rotkreuzschwestern berichten

"Aus folgenden Gründen entschied ich mich als Auslandsdelegierte die Arbeit des Roten Kreuzes zu unterstützen:

  • Die sieben Grundsätze: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität.
  • Fokus auf Katastrophenvorsorge, Hilfe zur Selbsthilfe und Nachhaltigkeit.
  • Die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft ist in 190 Ländern vertreten, so können bei Katastropheneinsätzen lokale Mitarbeiter von Beginn an miteinbezogen werden.
  • Fundierte Ausbildung der Auslandsdelegierten sowie gute Vor- und Nachbereitung der Einsätze."
Ulrike Pamuk, Badische Schwesternschaft vom Roten Kreuz - Luisenschwestern - e.V., Karlsruhe

„Ich mag die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kulturen und Disziplinen besonders im Rahmen der Katastrophenhilfe. Es ist ein sehr vielfältiges, spannendes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet. Man muss sich flexibel immer wieder auf neue Situationen einstellen, kann aber auch in diesem Rahmen seine eigenen Ideen und Vorschläge umsetzen. Es ist schön zu sehen, wie mit zunehmender Einsatzdauer das Team immer stärker zusammenwächst und wirklich gute Arbeit leisten kann.“

Julia Pohl, DRK-Schwesternschaft Essen e.V.

"Ich habe mich freiwillig für Auslandseinsätze entschieden wegen des Gefühls, eine sinnvolle Arbeit zu tun und Menschen in Not zu helfen. Da ich voll hinter den Rotkreuzgrundsätzen stehe, sehe ich es als Privileg, neben der Arbeit, die ich gerne tue, das DRK und seine wichtige Arbeit weltweit zu unterstützen. Darüber hinaus ist jeder Auslandseinsatz anders, was es auch so abwechslungsreich und interessant macht.“

Heidi Hecht-Wendt, DRK Augusta-Schwesternschaft Lüneburg e.V.

"Seit ich denken kann, wollte ich Krankenschwester werden, anderen Menschen in Not helfen und das nicht nur in meinem näheren Umfeld. So kam ich zur internationalen Katastrophenhilfe. Aufgrund dieser Einsätze weiß ich, dass ein sicheres Umfeld, Familie und Freunde, Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung, Strom und Schulbildung, kein Hunger erleiden zu müssen, nicht selbstverständlich sind. Diese Erfahrungen und dieses Wissen motivieren mich immer weiterzumachen, etwas von meinem Glück abzugeben und vielleicht etwas zu bewegen.“

Ann-Christine Schulz, DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus e.V., Hannover

"Ich bin seit 32 Jahren Hebamme. Ich möchte gern schwangeren Frauen, die durch Naturkatastrophen oder Krieg in eine Notsituation geraten sind, helfen, ihr Kind mit professioneller Hilfe unter menschenwürdigen und hygienischen Bedingungen zur Welt zu bringen. Vielleicht kann ich dazu beitragen, dass auch diese Frauen und Familien den Moment der Geburt als Glück empfinden.“

Annett Böhme, Schwesternschaft vom DRK Sachsen e.V., Chemnitz

"Meine bisherigen Einsätze in Nigeria und Jemen haben mir gezeigt, dass unsere Standards und Vorstellungen eines funktionierenden Gesundheitssystems in Krisen- und Entwicklungsländern bei Weitem nicht erreicht werden. Neben Infrastrukturmaßnahmen werden fachkundige Hilfe und Anleitung dringend benötigt. Große Befriedigung habe ich durch die Dankbarkeit, Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen vor Ort erfahren. Zusätzlich hat mir die gute Teamarbeit gezeigt, dass Ziele, wenn auch in kleinen Schritten, erreichbar sind. Dies alles motiviert mich, über das DRK weiterhin an Auslandseinsätzen teilzunehmen."

Heike Himmelsbach, DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus e.V., Hannover

"Ich kann mit der international größten Hilfsorganisation humanitäre Hilfe leisten. Jeder Einsatz lässt mich mit großartigen Delegierten anderer Rotkreuzgesellschaften, aber auch aus den eigenen Reihen zusammenarbeiten und bringt mich meinen Patienten vor Ort auf eine besondere Art und Weise nahe."

Christine Gratzer, Schwesternschaft München vom BRK e.V.

"Ich unterstütze das DRK als Auslandsdelegierte bei Katatstropheneinsätzen, um der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten in einer Ausnahmesituation zu helfen, wieder ein geregeltes Leben aufzubauen, und um den Menschen in ihrer schrecklichen Situation ein wenig Hoffnung zu geben. Auch sehe ich die Einsätze als persönliche Herausforderung für mich, unter schwierigen Bedingungen auf engstem Raum mit vielen Delegierten zusammenzuarbeiten und -zuleben. Ebenso ist es spannend, in fremden Kulturen zu arbeiten und neue Erfahrungen zu sammeln."

Barbara Scholl, DRK-Schwesternschaft "Bonn" e.V.

Ansprechpartnerin

Column imageIvona AntunovićAssistentin Gesundheits-/Pflegepolitik, AuslandTel: (030) 847 829-20 E-Mail: antunovi@drk.de